Die GROB-WERKE GmbH & Co. KG revolutioniert in Zusammenarbeit mit der Siegfried Hofmann GmbH die Herstellung von Partikelschaumwerkzeugen: Dank des innovativen GROB Metal Printing Verfahrens (GMP) entstehen Schaumwerkzeuge aus Aluminium in nur wenigen Tagen.
Pulverloses additives Fertigungsverfahren für Aluminiumbauteile
GMP300
Die sichere, schnelle und wirtschaftliche Herstellung endkonturnaher Aluminiumbauteile – ohne Pulverhandling.
Für maximale Fertigungsflexibilität und industrielle Serienproduktion.
Die GMP300 von GROB ermöglicht durch das pulverlose Fertigungsverfahren eine sichere und zugleich schnelle Herstellung von endkonturnahen Aluminiumbauteilen. Mit der GMP300 bieten wir unseren Kunden eine zuverlässige, effiziente und kostenbewusste Anlagentechnik bei maximaler Fertigungsflexibilität. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir additiv gerechte Bauteile und erschließen so das volle Potenzial für Ihre Produktion.
Die Technologie im Überblick
Die Technologie im Überblick
Technische Daten im Überblick
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Bauvolumen max.[mm3]300 x 300 x 300
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Positioniergenauigkeit[mm]0,015
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Var. Tropfendurchmesser min. / max.[mm]0,3 – 0,85
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Rechnerische Aufbaurate max.199 cm3 / h (250 Hz bei 750 μm Tropfendurchmesser)
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Bauplattenheizung max.650 °C
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SteuerungBECKHOFF TwinCat
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Leistungsaufnahme[kWh]4 in Betrieb, max. 12
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Anlagengröße[mm]2.300 x 2.700 x 2.700
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Achsgeschwindigkeit max.[m / min]30
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SchutzgasStickstoff
Vorteile auf einen Blick
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Genauigkeit von ±0,2 mm
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Überhängende Strukturen realisierbar
bis zu 45°
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Keine Lizenzen erforderlich
gesamte Software ist im Lieferumfang enthalten
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Sehr gute Materialeigenschaften
viele Aluminiumlegierungen druckbar
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Kein Pulver, kein Laser
dadurch kein Gefahrenpotenzial
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Hohe Flexibilität
durch geringe Nebenzeiten und schnellen Bauplattenwechsel
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Kostengünstig
durch reduzierte Peripherie – Stand-alone-Lösung
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Draht als kostengünstigem Ausgangsmaterial
Anwendungsbereiche
Die GMP300 von GROB eröffnet in der additiven Fertigung neue Möglichkeiten für die wirtschaftliche und flexible Herstellung komplexer Metallbauteile. Durch hohe Präzision, Prozessstabilität und Materialvielfalt eignet sich die Anlage ideal für unterschiedlichste industrielle Anwendungen.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Gehäuseteile
- Werkzeuge
- Greifer und Halter
- Kühlkörper und Fluidkomponenten
- Elektrisch leitende Komponenten
- Prototypen und Ersatzteile
- Vorrichtungen und Befestigungen
Dank der breiten Werkstoffpalette – darunter Aluminiumlegierungen wie AlSi10Mg, AlSi12, AlMg4,5, Al99,5, AlSi5 sowie hochfeste Varianten wie AlZn5,5MgCu – ist die Maschine für eine Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen optimal einsetzbar.
Automatisierung & Integration
Die GMP300 lässt sich nahtlos in bestehende Fertigungsumgebungen integrieren und bietet maximale Flexibilität in der Datenverarbeitung. 3D-Modelle aus gängigen CAD-Softwares können problemlos übernommen und weiterverarbeitet werden. Mit der hauseigenen Slicer-Software von GROB, die bereits im Lieferumfang enthalten ist, erfolgt die Aufbereitung der Bauteile effizient und anwenderfreundlich – für einen durchgängigen, digitalen Workflow von der Konstruktion bis zur Fertigung.
Wirtschaftlichkeit & ROI
Die GMP300 überzeugt durch eine hohe Effizienz und ein attraktives Return-on-Investment. Reduzierte Zykluszeiten und die Skalierbarkeit machen sie zu einer flexiblen Maschine – auch mit Blick auf serienfertigungstaugliche Sonderlösungen.
Die Anlage arbeitet besonders energieeffizient: Die Bauplatte ist in vier Heizzonen unterteilt, sodass nur die tatsächlich benötigten Bereiche beheizt werden. Im regulären Betrieb liegt der Energiebedarf bei etwa 4 kW. Darüber hinaus sorgt das wartungsarme und saubere Maschinenkonzept für geringe Betriebskosten, da Wartungen in den industrieweit üblichen Intervallen erfolgen.
Referenzen & Praxiserfolge
Die nächste Generation der Partikelschaumwerkzeuge
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FAQ - Häufig gestellte Fragen zur GMP300 von GROB
Das LMP-Verfahren ist ein additives Fertigungsverfahren, bei dem Aluminiumdraht aufgeschmolzen wird. Im Gegensatz zu Pulverbett-Verfahren werden hier einzelne Metalltropfen präzise platziert, um das Bauteil Schicht für Schicht endkonturnah aufzubauen. Dies geschieht in einer inerten Atmosphäre, um höchste Materialgüte und Oxidationsschutz zu gewährleisten.
Die GMP300 verarbeitet verschiedene Aluminiumlegierungen. Ein entscheidender Vorteil: Es können auch Legierungen genutzt werden, die für andere additive Verfahren (AM) als nicht verarbeitbar gelten.
Sie sparen die komplette Vorbereitung von Maschinen und Werkzeugen sowie die zeitintensive NC-Programmierung. Zudem ermöglicht GMP300 die Konstruktion interner Kanäle, die durch Zerspanung technisch nicht umsetzbar wären.
Für einen reibungslosen Betrieb sollten lediglich Düse, Dichtung, Spannmutter und die Bauplatte als regelmäßige Verschleißkomponenten eingeplant werden.
Nein. Dank der Drahtzuführung und des Wegfalls der Pulverhandhabung benötigt die Maschine keine speziellen Peripheriegeräte, Absaugungen oder Reinraumbedingungen.
Da die GMP300 endkonturnahe Bauteile im Liquid Metal Printing (LMP) Verfahren herstellt, ist die Oberfläche typischerweise etwas rauer als beim LPBF-Verfahren, vergleichbar mit Gussteilen. Funktionsflächen können wie gewohnt nachbearbeitet werden.
Im Gegensatz zu LPBF-Anlagen nutzt die GMP300 Aluminiumdraht als Ausgangsmaterial. Dadurch entfallen Explosionsgefahren durch Feinstäube, aufwendige Atemschutzmaßnahmen und die kostenintensive Installation von Peripheriegeräten zur Pulveraufbereitung.
Die GMP300 ist bereits ab Losgröße 1 wirtschaftlich, da keine Werkzeugkosten anfallen und die Bauplatte nicht vollständig belegt sein muss, um effizient zu drucken. Sie schließt damit die Lücke zwischen teurem Prototyping und der Serienfertigung.
Der Bauraum misst 300 x 300 x 300 mm, wobei immer nur der fürs bauteil benötigte Bereich beheizt wird. Prozessparameter,wie Tropfengröße lassen sich einstellen, dies ermöglicht optimale Oberflächenqualität und eine Genauigkeit von +/- 0,1 mm und die schnelle Poduktion von Bauteilen, wobei die integrierte Sensorik (Tropfen- und Bauteilhöhen-Überwachung) eine konstante Qualität über den gesamten Bauprozess sicherstellt.
Ja. Da die GMP300 auf der bewährten Maschinenbau-Expertise der GROB-Werke basiert, ist sie für den industriellen Dauereinsatz konzipiert. Die automatische Ablösung der Bauteile von speziellen Substratplatten ermöglicht einen hohen Automatisierungsgrad ohne manuelles Absägen. Da keine Gefahren von der Anlage ausgehen, kann sie in einer normalen produktionshalle aufgestellt werden. Individuelle Automatisirungskonzepte erarbeiten wir gerne auf Anfrage.
Die GMP300 ist vergleichsweise genügsam. Benötigt werden neben ca. 4 kW Strom im Betrieb und Druckluft lediglich Stickstoff 5.0 als Schutzgas sowie der entsprechende Aluminiumdraht (z.B. Schweißdraht) als Betriebsmittel. Es ist keine spezielle Reinraum Umgebung wie bei Pulversystemen erforderlich.